GOTTES GEGENWART GENÜGT

Samstag,1.Juli Matthäus 28,20b; Apostelgeschichte 18,9.10.

"Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Diese Zusage gab der Auferstandene seinen Jüngern. Er, dem "alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden", versprach, ihnen immer nahe zu sein. Nie wird eine Stunde kommen, in der dies nicht mehr Wahrheit ist. Viele seiner Nachfolger erfuhren das. Paulus, der sich vor Königen und Richtern verantworten musste, schreibt an Timotheus: "Sie verließen mich alle... Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich" (2.Tim.4,17.18; Ps.109,30.31; Jer.15,20.21). Schon in Berichten des Alten Testaments hören wir von Menschen, die Gottes Gegenwart in besonderer Weise erlebten. "Der Herr war mit Josef", sodass er ein Mann wurde, dem im Haus des Potifar, in dem er als Sklave lebte, "alles glückte": "Sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war" (1.Mose 39,1ff; 49,22-26). Das Wissen um Gottes Gegenwart war Josefs besonderer Trost und Halt, nachdem ihn seine Brüder nach Ägypten verkauft hatten. (Lies Ps.46,2-6.) Gleichzeitig war das auch seine Dienstausrüstung. "Alles, was er im Haus tat, ließ ihm der Herr gelingen." Selbst im Gefängnis war Gott mit ihm "und ließ Josef Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis". Gott wollte sich durch Josef in der ägyptischen Welt offenbaren. Als eine Hungersnot ausbrach, kamen die Menschen von überall her zu Josef, um Getreide von ihm zu empfangen. In jener Zeit ließ Pharao vor ihm ausrufen: "Was er euch sagt, das tut." Was Josef zu sagen hatte, war entscheidend für das Überleben der Menschen seiner Tage. Was Jünger Jesu zu sagen haben, ist für die Menschen heute entscheidend - entscheidend für ihr irdisches Leben, entscheidend aber vor allem, wo sie die Ewigkeit zubringen werden. "Darum gehet hin" und bringt ihnen die frohe Botschaft, wie man für Zeit und Ewigkeit gerettet werden kann! "Siehe, ich bin bei euch" - mit euch! (Lies Joh.3,16.18; 5,24; Apg.4,12.20; 2.Kor.5,11b.)

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Sonntag,2.Juli 2.Mose 3,1-12; 2.Korinther 3,5.

Von Gott erhielt Mose den Auftrag: "Geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst." Hatte Gott vergessen, wer Mose war, dass er gerade ihn aussuchte, Israel aus der Gefangenschaft zu führen? Hatte Gott vergessen, dass Moses Temperament einmal mit ihm durchging und er den Tod eines Ägypters verschuldete? Dass er als Folge davon vierzig Jahre ein Flüchtlingsleben führen musste? Mose war realistisch genug, dass er in sich keine Fähigkeiten sah, diese hohe Aufgabe zu erfüllen. Er hatte auch Angst. Alles sträubte sich in ihm gegen ein solches Ansinnen. "Wer bin ich", so fragte er Gott, weil er nicht fassen konnte, dass Gott ihn ansprach. Mit allen Mitteln versuchte er, Gott von seiner Untauglichkeit zu überzeugen. Aber Gott antwortete ihm in unendlicher Geduld und entzog mit seiner Antwort Moses Einwänden jede Berechtigung. Er sprach: "Ich will mit dir sein!" - das genügt. (Vgl.3.Mose 26,11-13; 5.Mose 20,1-4; Richt.6,11-16.) Gott sprach Mose, der sich für völlig unfähig hielt, zu: Jetzt musst du lernen, dass es nicht darauf ankommt, wer du bist. Du musst nicht allein die Aufgabe bewältigen, ich will mit dir sein. So deckte Gott mit sich selbst alle Fragen Moses zu. - Nicht nur Mose hatte das Versprechen: "Ich werde mit dir sein", das haben auch wir für alle Tage, für alle Aufträge, besonders dann, wenn sie uns zu schwer erscheinen. "Ich bin mit dir!" - das ist das Entscheidende. Wenn er mit uns ist, dann ist er die Eins vor unseren Nullen! (Lies 2.Kor.12,9.10; Phil.4,13.) "Geht hin ... Siehe, ich bin mit euch." Ganz persönlich wollen wir diese Zusage nehmen. Wir werden erfahren: "Dir kann ich vertrauen, du verlässt mich nicht. Angst und Sorge weichen, Herr, vor deinem Licht! ... Auch durch Schwierigkeiten leitest du mich gut!" (Lies Ps.48,15.)

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Montag,3.Juli 2.Mose 13,20-22; Psalm 78,14.52.53.

Die Israeliten hatten die Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens erlebt, nun "waren sie wie die Träumenden... Sie sagten zueinander: Der Herr hat Großes an uns getan". Der Weg führte sie nach Sukkot. Von Sukkot zogen sie aus und lagerten sich am "Rand der Wüste". Da mag in manchen Herzen die Frage aufgebrochen sein: Geht es wirklich durch die Wüste? Und was mag durch Moses Herz gegangen sein, der schon vierzig Jahre Wüstenerfahrung hinter sich hatte? Mit wem rechneten sie? Nicht der kurze Weg mit der erfrischenden Meeresbrise, sondern der lange und harte Weg durch die Wüste sollte Israel ins verheißene Land führen. Ausschlaggebend in dieser Entscheidungssituation war die Gegenwart ihres Gottes. Und der Herr gab ihnen ein sichtbares Zeichen seiner Gegenwart. "Er zog vor ihnen her am Tag in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten." Nur durch Gottes Gegenwart konnte das "Unternehmen Wüstenwanderung" gelingen. - Vielleicht haben wir auch schon manchmal auf unserem Weg gedacht: Ach, wenn ich diese Feuersäule auch sehen könnte und sie mir den Weg durch das Dickicht meiner Probleme zeigte! Gott hat uns sein Wort gegeben: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage!", und er löst es ein. "Ich will dir den Weg zeigen, den du gehen sollst." (Lies Ps.43,3; 73,23.24; Jes.30,21.) Die Wüstenwanderung war kein Irrweg, keine Fehlkalkulation Gottes. Die Wüstenwanderung war der Weg, der mit der Verheißung seiner Gegenwart verbunden war. Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns nicht stecken lässt, wenn wir uns seiner Führung überlassen. Er wird uns immer wieder an ein Teilziel und einmal an das ewige Ziel bringen. "Das erkaufte Gottesvolk wird das erkaufte Erbe sicher erreichen" (C.H.Spurgeon). (Lies Röm.8,17; Jes.40,11.27-31.)

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Dienstag,4.Juli 2.Mose 13,20.21; Psalm 25,12.

"Wer ist der Mann, der den Herrn fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll." Wie gern lassen wir uns die Verheißungen Gottes zusprechen. Nehmen wir ebenso gern den damit verbundenen Weg mit allen Konsequenzen an? Sträuben wir uns nicht oft gegen den Weg, der uns zur Erfüllung der Zusage Gottes führen will? Gottes Absicht ist es, sein Volk und uns auf rechter Straße zu führen um seines Namens willen. Sein Weg für uns entspringt keiner Laune oder Zufälligkeit, es ist der Höhenweg, vielleicht ein einsamer Weg, aber höher, als unsere Wege sind. (Lies Jes.55,8.9; Ps.23,1-6.) Keine Stunde war Israel allein gelassen auf dem Weg, der ein Wüstenweg war. Es mussten zwar Durststrecken überwunden werden, aber es gab auch Oasen und Wasser aus dem Felsen und täglich das Manna vom Himmel. Es war der richtige Weg! Mose sagte am Ende seines Lebens: "Ich will den Namen des Herrn preisen. Gebt ihm allein die Ehre. Er ist ein Fels, vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!" Der unsichtbare Gott war gegenwärtig an jedem Tag, und in der Dunkelheit der Nacht leuchtete sein Licht. Keine Nacht ohne Gottes Gegenwart! So war es möglich, der Richtung der Wolke und des Feuers folgend, dem Ziel ständig näher zu kommen. Gottes Führung ist heute noch sicher und vertrauenswürdig, denn wir haben denselben Gott, der uns führt. "Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfährt zu deiner Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken. Deine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme" (5.Mose 33,26.27a; lies Ps.86,1-8; Jer.10,6).

Vertrau von Herzen deinem Gott und halte ihm nur still,

der aus dem Dunkel deiner Not ins Licht dich führen will...

Denn Gottes Wege enden nie in auswegloser Nacht.

Siehst du ihn einst von Angesicht, dann rühmst du seine Macht.

Diakonissenmutterhaus Aidlingen

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Mittwoch,5.Juli 2.Mose 33,9; 40,34-38; 1.Könige 8,6.10.11.

Die Wolke der Gegenwart Gottes stand über der Stiftshütte, wenn Israel sich lagerte. Das bedeutete: Gott ist da und spricht mit seinem Volk! "Wenn Mose in das Zelt der Zusammenkunft trat, stieg die Wolkensäule hernieder und stand am Eingang des Zeltes, und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht." Wir dürfen gewiss sein, dass der Herr auch heute zu uns spricht. In unserem ganz gewöhnlichen Alltag will er uns solche Stunden und Augenblicke schenken. "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir!" "Sein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege."Wir sollen Gottes Stimme hören, er will sich uns offenbaren und jede Bewegung unseres Lebens bestimmen. Sind wir ihm nahe genug? Kann er uns nahe genug sein? Das liegt nicht an ihm, es liegt an uns. (Lies Ps.119,33.34; Spr.15,31; Jer.15,16.) Das Gebet eines unbekannten Verfassers drückt unsere Not treffend aus: "Herr, ich bin nicht nahe genug bei dir, deshalb begegne ich den Menschen zu oft in meiner Schwäche und zu wenig in deiner Kraft. Ich ärgere mich über sie, oder sie faszinieren mich. Und beides ist nicht nach deinem Willen. Sie begegnen zu oft meinem Ärger, meinem Geltungsbedürfnis, nicht deiner Liebe, deiner Barmherzigkeit und Geduld. Nicht der Gelasssenheit des Glaubens, die mich auszeichnen sollte. Ich bin nicht nahe genug bei dir.Komm neu zu mir, Herr, und tritt du selbst durch mich zu den anderen. Was haben sie davon, wenn sie mich treffen? Sobald sie mich näher kennen, werden sie enttäuscht sein. Wenn sie aber in mir dir begegnen, wird das Trost zur Folge haben, Aufrichtung, Ermutigung, neue Kraft." Jesus will heute mit uns reden. Das ist sein Programm für uns. Machen wir es wie Maria, "sie setzte sich zu seinen Füßen und hörte seiner Rede zu". (Lies Ps.81,9; Spr.8,34; 18,15.)

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Donnerstag,6.Juli 4.Mose 12,1-16; Sprüche 3,11-13.

Wir tun noch einen Blick in die Zeit der Wüstenwanderung Israels. Es kam zu Murren und Auflehnung; Gott hörte nicht nur die Stimme der Anbetung inmitten seines Volkes, sondern auch Unzufriedenheit, Kritik. Er sah Neid und Eifersucht. Aaron und Mirjam ließen die Gegenwart Gottes außer Acht und gaben ihrem neidischen Herzen, ihrer verleumderischen Zunge Raum. "Da kam der Herr hernieder in der Wolkensäule und stand am Eingang des Zeltes und rief Aaron und Mirjam und sprach zu ihnen... Der Zorn des Herrn entbrannte gegen sie... auch wich die Wolke von der Stiftshütte." Gott kam, um das Leben Mirjams und Aarons zu ordnen, dass sie frei wurden von der Sünde. (Lies Jes.59,1-3; Jer.4,14; 5,25.) Ernst und warnend ist dieses Erlebnis, das ganze Volk war aufgehalten und konnte nicht weiterziehen. Wie gut, wenn der Herr uns zu sich ruft und klärend und reinigend eingreift. Neid, Eifersucht, Begehren nach den Gaben und dem Platz eines anderen gehören nicht in die Gemeinde Gottes. Christen, die ein belastetes Gewissen, ein ungereinigtes Herz haben, finden immer einen Anstoß am anderen. Sie finden immer einen, der schuldig ist. Wir wollen uns dem Herrn stellen zur Klärung und Reinigung. (Lies Ps.51,3-6.12.13; Jes.6,5-7.) Denken wir daran: Das ganze Volk war aufgehalten und konnte nicht weiterziehen. "Mose aber schrie zu dem Herrn: Ach Gott, bitte heile sie!" "Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander. Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist." Zwar musste Mirjam sieben Tage vom Leben im Lager ausgeschlossen werden, aber wie gnädig und barmherzig war Gott in seiner Zurechtbringung. Es gibt eine Rückkehr seiner Gegenwart in unsere Mitte. "Danach brach das Volk auf!" (Vgl.4.Mose 17,6-13.)

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Freitag,7.Juli Josua 1,1-9; 5.Mose 10,12.13.

Vierzig Jahre hatte Mose das Volk Israel geführt. Nach seinem Tod erhielt Josua den Auftrag: "Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach du dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe." Wie sollte er der Nachfolger Moses werden, den Gott mit besonderer Vollmacht ausgerüstet hatte? Die schwierigste Aufgabe kam ja erst - das Volk über den Jordan in ein bewohntes Land zu führen. Er kannte die Unberechenbarkeit und den Wankelmut des Volkes, er kannte auch das Land, in das sie ziehen sollten (4.Mose 13). Gott gab Josua nicht nur den Auftrag, sondern auch die Verheißung: "Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein." Eine Voraussetzung gab es für Gottes "Mit-ihm-Sein": "Lass das Wort dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen." (Lies 5.Mose 4,39.40; 7,9; Ps.19,8-12; Spr.6,23; 7,2.) "Gott sagt Josua seine Gegenwart zu, weist ihn aber zugleich auf sein göttliches Wort hin. Damit ist schon am Anfang des Josuabuches eine wichtige Erkenntnis ausgesprochen: Das Volk Gottes ist nur so lange und so weit seiner Sendung und Bestimmung treu, als es das Wort seines Herrn und sonst nichts in seiner Mitte hat. So lange und so weit, als es sich an nichts anderem orientiert als an dem Kompass des göttlichen Wortes. Nur eine Autorität gilt im Volk Gottes: Das Wort! ... Je mehr sich das Volk Gottes an das Wort seines Herrn hält, umso gewisser kann es seinen Weg gehen. Und nur wenn es als einzige Waffe das Wort mit sich führt, wird es der Gegenwart seines Herrn versichert sein können" (Th.Sorg). (Lies Ps.119,89.165; 2.Tim.3,16.17.)

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Samstag,8.Juli Josua 1,7-9; Kolosser 3,16.

Gottes Zusage "Ich werde mit dir sein" ist auch heute an unseren Gehorsam seinem Wort gegenüber gebunden. "Der intensive Umgang mit dem Wort Gottes ist das Geheimnis eines gesunden geistlichen Lebens. Wenn wir diesen Umgang mit dem Wort gering achten, wenn wir ihn vernachlässigen und beschränken auf ein bescheidenes 'Sei fünf Minuten still', dann schneiden wir uns die Wurzeln unseres inneren Lebens ab, dann bringen wir uns um Vollmacht und Frucht. Wo wir im Wort gegründet sind und aus der Stille des Hörens kommen, sind wir angeschlossen an die ungeheure Kraftquelle Gottes. Dann allein können wir fest und unverzagt in die Welt hineingehen. Darum ist der Umgang mit der Schrift Umgang mit dem Herrn der Schrift" (Th.Sorg). (Lies Joh.5,39; 14,15.21.23; 1.Joh.5,3.) "Behalte meine Gebote, so wirst du leben!" Entziehen wir uns dem Einfluss des Wortes, entziehen wir uns seinem Mit-uns-Sein. Josua erlebte mit Israel solch eine verhängnisvolle Stunde. Das Volk wähnte sich sicher, denn eine Bastion nach der anderen war gefallen. "Der Herr mit uns!" war ihre Losung. Aber es waren nur noch Worte. Der Herr war von ihnen gewichen, und so kam es zu der schmählichen Niederlage bei Ai. Was war der Grund dafür? Israel hatte sich nicht mehr an Gottes Wort gehalten. "Es ist Gebanntes in deiner Mitte... Ich werde hinfort nicht mit euch sein", sagte Gott dem fragenden Josua. (Lies Jos.6,18; 5.Mose 13,18.19.) Es geht auch heute im Volk Gottes, in der Gemeinde Jesu um den Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber. Gott verlangt nach Ausschließlichkeit: Entweder kann er in unserer Mitte sein oder nimmt Gebanntes, Sünde den Platz ein. Beides verträgt sich nicht. (Lies Ps.119,1-11; Spr.4,11-13.) Darum: "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht" - und ihr werdet erfahren: "Ich bin bei euch!" - alle Tage, immer und überall! (Lies Matth.28,20; 1.Mose 28,15.)

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ZUM GEHORSAM GERUFEN

Sonntag,9.Juli Johannes 15,14.15; 5.Mose 28,1.2.

Aus dem Kreis der Bibellesezettel-Leser kam die Anregung, darüber nachzudenken, was die Bibel zum Thema "Gehorsam" sagt. Petrus schreibt in seinem Brief an die "Auserwählten in der Zerstreuung", dass sie "zum Gehorsam erwählt" sind. Das sollte in ihrem Leben sichtbar sein: "Als Kinder des Gehorsams bildet euch nicht nach den Begierden, die euch einst beherrschten, als ihr noch in der Unwissenheit des unbekehrten Zustandes lebtet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in eurem ganzen Lebenswandel und Betragen" (1.Petr.1,2.14.15.23). Nachfolge und Gehorsam gehören untrennbar zusammen. Ohne Gehorsam wäre das Leben des Petrus bedeutungslos geblieben. (Lies Matth.4,19.20; Joh.21,22; Apg.5,29.) In einem biblischen Wörterbuch lesen wir von H.Währisch: "Gehorsam gilt heute vielfach als eine überholte Sache. Man denkt sehr schnell an Einengung der persönlichen Freiheit. Dagegen fordert man die Möglichkeit der Selbstverwirklichung... Im Blick auf den Gehorsam Gott gegenüber ist wichtig, dass sich keine Gesetzlichkeit und kein knechtischer Geist in unser Verhältnis zu Gott einschleicht. Er will keine 'Sklaven', sondern 'Söhne', die sich gern in der Nähe ihres liebenden Vaters aufhalten... Unser Gehorsam ist echter Gehorsam, wenn er Echo und Widerschein auf Jesu Liebe ist. Diese Gehorsamshaltung macht uns nicht unmündig, sondern setzt unsere Sinne und unseren Verstand in Aktion, 'damit wir zu prüfen vermögen, was der gute und vollkommene Wille Gottes sei'." (Lies Röm.6,12-17; 12,1.2.) Zu dem Wort "erwählt zum Gehorsam" äußerte sich K.Heimbucher: "Bis in unsere Kreise hinein wird es heute nicht mehr allzu gern gehört, dass wir als Kinder Gottes zum Gehorsam unserem Herrn gegenüber gerufen sind, in seinen Geboten und in seinen Linien zu leben, dem Willen Gottes verfügbar. Aber nur so werden wir in das Bild Jesu Schritt für Schritt umgestaltet, indem wir uns im Gehorsam üben."

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Montag,10.Juli Philipper 2,8; Hebräer 5,7.8.

Nicht nur Menschen brauchen die Erziehung zum Gehorsam, auch der Sohn Gottes wurde von einer Gehorsamsprobe zur anderen geführt. Im Gehorsam nahm er das Letzte auf sich, den Tod am Kreuz. "Er ward gehorsam bis zum Tod am Kreuz." Wie schwer wird es uns oft, auf dem Weg des Gehorsams zu sagen: Ja, Vater, ich nehme das, was du mir bestimmt hast, an und lasse fahren, was du mir nimmst. Von Jesus schreibt Paulus: "Er wurde gehorsam." Und im Hebräerbrief heißt es: "Er hat Gehorsam gelernt." Was für eine schwere Lektion! "Christus hat in den Tagen seines Erdenlebens Bitten und Flehen unter lautem Rufen und Weinen zu dem emporgesandt, der ihn vom Tode zu retten vermochte." Gott aber errettete ihn nicht vom Tod, sondern ließ ihn die Gottverlassenheit am Kreuz ertragen, damit er das Gericht über unsere Sünde auf sich nehmen konnte. Und Jesus sagte ja zum Willen Gottes: "Vater, nicht wie ich will, sondern wie du willst!" (Lies Luk.12,49.50; 22,39-44; Joh.4,34; 12,27.28.) "Als Jesus seine Jünger mit den Worten rief: 'Folgt mir nach', hieß das: Geht in den Spuren, die ich euch hinterlassen habe. Wir haben Jesu Wort, sein Geist ist uns gegeben, dass wir seinen Willen erkennen können. Er sagt uns deutlich, was wir tun sollen. Wenn wir ihn lieben, werden wir tun, was er sagt. Wenn wir zögern, dann nur deshalb, weil unsere Liebe zu ihm durch die Liebe zu einem anderen geteilt ist - nämlich durch die Liebe zu mir selbst" (O.Chambers). Wenn wir Gottes Wort lesen oder hören und ihm nicht gehorchen, dann bringt das Blockierungen in unser Leben mit Jesus. Andererseits macht uns jeder Gehorsam frei zu erneutem Hören. "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt." (Lies Joh.14,21.24.31; 15,10; 1.Joh.2,5.6.)

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Dienstag,11.Juli 1.Mose 12,1-3; Apostelgeschichte 7,2.3.

Abrahams Gehorsam

Eine der größten Persönlichkeiten in der Geschichte der Menschheit war Abraham. Jakobus schreibt von ihm: "Er wurde Gottes Freund genannt." Und im Hebräerbrief lesen wir: "Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er gerufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte. Und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme" (Jak.2,23; Hebr.11,8). Abraham wurde nicht irgendjemandem gehorsam, sondern "der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: Geh aus deinem Land und deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde". Vielleicht bewegt manchen die Frage: Wie konnte Abraham wissen, dass es Gottes Stimme war, die zu ihm sprach? Wie konnte er wissen, dass es nicht die Stimme eines Chaldäers war? Wir erfahren nichts Näheres darüber. Abraham jedoch war sich sicher, dass er einen Ruf erhalten hatte, Ur zu verlassen, und dass es Gottes Ruf war. Was in Abraham vorging, können wir nur ahnen. (Vgl.Apg.22,6-11.) "Umfangreiche Ausgrabungen geben einen Einblick in Abrahams Heimat... Man lebte in Ur in behaglicher Wohnkultur, hatte Häuser mit allen damaligen Bequemlichkeiten. Die Bevölkerung war gebildet. Vor allem hatte man Wasser... Aber der Name des Herrn Zebaoth, der Himmel und Erde erschuf, war in Vergessenheit geraten" (W.Lüthi). Gottes Augen, die über allen Menschenkindern offen sind, sahen Abraham in Ur, und Gott offenbarte sich ihm mit einer Verheißung: "In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden."Abraham hörte auf den Gott der Herrlichkeit, und sein Glaube befähigte ihn, den Weg des Gehorsams "als Einzelner" zu gehen. "Blicket hin auf Abraham, euren Vater; denn ich rief ihn, den einen, und segnete ihn" (Jes.51,2; Spr.3,5-7).

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Mittwoch,12.Juli 1.Mose 12,1-3; Psalm 40,9; 45,11.12.

Für Abraham schien der Gehorsam so einfach zu sein: "Der Herr sprach zu Abraham: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in das Land, das ich dir zeigen werde... Und Abraham zog aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte." Seine Zukunft war völlig ungesichert, trotzdem brach Abraham auf. Er ließ zurück, was die Stadt Ur ihm bot: vertraute Menschen, Besitz, Kultur. Mit Gehorsam antwortete er auf Gottes Ruf, und im Gehorsam folgte er Gottes Führung bis ans Ende seines Lebens. Bei allen Schwierigkeiten blieb Abraham seiner Berufung treu und kehrte nicht nach Ur zurück. "Wir erweisen uns nur dann als Gefährten Christi, wenn wir die Zuversicht, die uns in den ersten Tagen unseres Glaubenslebens erfüllte, bis ans Ende unerschütterlich bewahren." (Lies Hebr.3,14; 6,12-15.) Nicht das Abenteuer lockte Abraham, der Auftrag Gottes ließ ihn zum Wanderer werden. Im Glauben überwand er die Hindernisse, die sich seinem Gehorsam in den Weg stellten. Eines Tages erschien der Herr ihm und sprach: "Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er baute dem Herrn einen Altar... Danach brach er von dort auf ins Gebirge... und baute dem Herrn einen Altar und rief den Namen des Herrn an." Weil Abraham sein Leben unter Gottes Führung stellte, konnte er in der heidnischen Umgebung ein Zeuge des lebendigen Gottes sein. "Du bist ein Fürst Gottes unter uns", dieses Zeugnis gaben ihm die Hetiter (1.Mose 23,5.6a; lies Ps.84,6-8; 1.Petr.2,11.12; Kol.4,5). Wo immer unser Platz ist, nur darauf kommt es an, dass wir dem Reden Gottes - auch in den kleinen alltäglichen Dingen - gehorchen. Solch ein Leben, sei es von Menschen beachtet oder übersehen, steht unter der Verheißung: "Und du sollst ein Segen sein."

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Donnerstag,13.Juli 1.Mose 12,9-13,4; Jesaja 30,1-3.21.

Auf dem Weg des Gehorsams kommen wir immer wieder in Entscheidungssituationen, und die Bibel verschweigt nicht, wie Abraham auf einen Weg des Ungehorsams geriet. "Es kam eine Hungersnot in das Land. Und Abraham zog hinab nach Ägypten..." Wir hören nicht, dass Abraham Gott fragte und eine Weisung von ihm erwartete, der ihm ja versprochen hatte: "Ich will dir zeigen..." Anstatt in der Notlage bei Gott Zuflucht und Hilfe zu suchen, griff er zur Selbsthilfe. Und dann nahmen die Ereignisse ihren Lauf. Abraham folgte eigenen Überlegungen. Nicht auf Gottes Befehl zog er nach Ägypten. "Manch einer wähnt sich auf dem richtigen Weg - und läuft geradewegs ins Unglück." "Wer krumme Wege geht, wird plötzlich zu Fall kommen" (Spr.14,2; 16,25; 28,18; lies Ps.139,23.24). Abrahams Gottvertrauen zerbrach, und sofort meldete sich die Sorge, die Angst um das eigene Leben. Der Gedanke durchzuckte ihn, dass seine Frau Sara sehr schön war. Sie konnte auffallen und er, ihr Mann, als Hindernis beseitigt werden. In der nicht ganz unbegründeten Angst kam ihm eine scheinbar gute Idee: eine Halb-Wahrheit als Ausweg! Er sagte zu Sara: "Sage doch, du seist meine Schwester..., dass ich am Leben bleibe." Die Angst um sein Leben verführte Abraham zum Ungehorsam, zur Lüge. Ist das nicht beschämend? Kann es so weit kommen, dass wir einen Menschen unseren eigenen Interessen, unserem eigenen Wohl opfern? Mit Unwahrheit gewinnen wir nichts, im Gegenteil: wir laden Schuld auf unser Gewissen. Sara wurde in das Haus des Pharao gebracht, und "er tat Abraham Gutes um ihretwillen". Konnte Abraham sich der reichen Geschenke freuen? Das können wir uns nicht vorstellen, denn auf dem Weg des Ungehorsams fehlt der Friede im Herzen. (Lies Jes.48,17.18; Spr.4,25-27.)

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Freitag,14.Juli 1.Mose 12,10-13,4; Jeremia 3,22.

"Ich will euch von eurem Ungehorsam heilen." Gott hatte mit Abraham den großen Plan: "In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden." Und nun hatte Abraham seine Frau, durch die Gott ihm Nachkommen verheißen hatte, dem Pharao ausgeliefert. Ein tiefer Fall für einen Mann, der bisher seine Schritte im Gehorsam Gott gegenüber getan hatte. (Lies Matth.26,41; 1.Petr.5,8.) Wie treu ist Gott! Er verließ Sara nicht, er griff für sie ein. "Aber der Herr plagte den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais, Abrahams Frau, willen." Ist es nicht erstaunlich, dass Pharao, der Heide, den Zusammenhang zwischen der Plage und der fremden Frau sogleich erkannte? Er ließ Abraham kommen und fragte ihn: "Warum hast du mir das angetan?" Und dann sorgte er dafür, dass Abraham mit seiner Frau und allem, was sie hatten, über die Grenze gebracht wurde. Welche Beschämung für Abraham! Wir hören kein Wort von ihm. Durch welch bittere Erfahrungen müssen wir manchmal gehen, wenn wir eigene Wege beschreiten und den Herrn nicht suchen, um auf seine Weisung zu warten. (Lies 1.Kor.10,12; Eph.5,15.) "Abraham zog herauf aus Ägypten... bis nach Bethel... Dort rief er den Namen des Herrn an." "Abraham kehrte zurück an den Ort, wo er die Weiche falsch gestellt hatte. Er blieb nicht auf halbem Weg stehen. Es ließ ihm keine Ruhe, bis er wieder dort am Altar beten konnte. Und er durfte wieder den Namen des Herrn anrufen, er durfte wieder Gott bezeugen, Menschen wurden durch ihn gesegnet. Ein Zeichen von Gottes unendlicher Gnade" (W.Lüthi). Auch wenn wir ungehorsam waren, lässt Gott uns nicht fallen. Zum Umkehren ist immer Zeit. Je schneller wir den Weg des Ungehorsams verlassen, desto besser. "Gott ist reich an Vergebung!" (Lies Jer.3,13.14a; Micha 7,18.19; Ps.103,1-4; 130,1-8.)

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Samstag,15.Juli 1.Mose 13,5-18; Matthäus 5,9.

Auf seinem weiteren Weg erlebte Abraham die Treue Gottes, indem Gott sich ihm offenbarte und ihn führte. Dennoch kam Abraham immer wieder in eine Lage, in der sein Gehorsam geprüft wurde. Es kam zum Streit in der eigenen Familie. "Ihre Habe war groß, und sie konnten nicht beieinander wohnen. Es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrahams Vieh und den Hirten von Lots Vieh." Abraham, der im Glauben und im Gehorsam Gott gegenüber leben wollte, überließ Lot die Wahl des Platzes. Damit wollte er Gott selbst wählen lassen. "Lass doch keinen Zank sein, denn wir sind Brüder... Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten... Als nun Lot sich von Abraham getrennt hatte, sprach der Herr zu Abraham: Hebe deine Augen auf... denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem Samen geben für ewig." (Lies Spr.12,20; Jak.3,13-17; 1.Petr.3,8.9.) Die Trennung von Lot hinderte Abraham nicht, das Leben für ihn zu wagen, als Lot bei der Auseinandersetzung der Könige gefangen und weggeführt wurde. Nach dem wunderbaren Sieg segnete Melchisedek, der König von Salem, der ein Priester Gottes des Höchsten war, Abraham und sprach: "Gesegnet seist du, Abraham, von dem höchsten Gott..." (1.Mose 14). Danach folgten weitere Jahre des Wartens auf den verheißenen Erben, die dazu angetan waren, Abraham wankend zu machen. Wir hören ihn seine Enttäuschung vor Gott aussprechen: "Herr, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe doch kinderlos dahin." Der Aufblick zum Sternenhimmel sollte Abraham lehren, in der Erwartung eines Erben alle menschlichen Berechnungen aufzugeben. Gottes Offenbarung eröffnete ihm unter dem nächtlichen Himmel Möglichkeiten, mit denen er nie gerechnet hätte. (Lies 1.Mose 15,1-6.) Doch dann verzögerte sich die Erfüllung der Verheißung um dreizehn Jahre, als Abraham auf Saras Vorschlag einging (1.Mose 16,1-16; 17,1; lies Hebr.11,6; Ps.37,5).

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Sonntag,16.Juli 1.Mose 22,1-13; Hebräer 11,17-19.

"Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete ihm: Hier bin ich. Und Gott sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und geh in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf dem Berg, den ich dir zeigen werde." Hier wurde Abrahams Glaubensgehorsam auf die härteste Probe gestellt. Nichts in seinem Leben hätte ihn so tief treffen können wie dieser Befehl. Sein Liebstes - den von Gott geschenkten Sohn - sollte er opfern. Doch Abraham reflektierte nicht und feilschte nicht mit Gott: Wenn du mir meinen Sohn nimmst, was ist dann mit der Verheißung? Stattdessen lesen wir im Hebräerbrief: "Abraham dachte: Gott kann! - Gott kann auch von den Toten erwecken." Die Bereitschaft Abrahams, sein Ja zu diesem unbegreiflichen göttlichen Auftrag zu sprechen, ist das Größte, was uns die Bibel von Abraham berichtet. Wir könnten es verstehen, wenn er bei dem schweren Auftrag gezögert hätte, die Ausführung hinausgeschoben hätte. Aber er suchte keinen Ausweg. Er hörte auf Gott und handelte. "Ich habe geeilt und nicht gesäumt, deine Gebote zu erfüllen." (Vgl.Gal.1,16.17; Luk.9,59-62; Ps.119,60.63.145-147.) Drei Tage musste er mit Isaak wandern. Was sein Herz in diesen drei Tagen durchlitt, das weiß nur Gott. Als Isaak schließlich die Frage stellte: "Mein Vater, wir haben Holz und Feuer, wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?", antwortete Abraham kurz: "Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und sie gingen beide miteinander..." Mit Isaak überlässt sich Abraham Gott. Er kannte noch nicht das Wort Jesu: "Was ich jetzt tue, weißt du nicht, du wirst es aber hernach erfahren." Er vertraute und handelte im Gehorsam. (Lies Ps.73,23; Jes.66,1.2; Phil.1,20.21.)

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Montag,17.Juli 1.Mose 22,9-18; Psalm 77,14-16.

"Als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, seinen Sohn zu töten." Im letzten Augenblick geschah es, dass ein Engel vom Himmel rief und sprach: Abraham, Abraham! Und wieder hören wir seine Antwort: Hier bin ich! "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deinen einzigen Sohn nicht verschont um meinetwillen. Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke... und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt." (Lies Ps.34,18-20; 68,21; 97,5.) Abraham bestand die schwerste Versuchung, die man sich denken kann. Dafür gibt es nur eine Erklärung: Durch den Beistand des göttlichen Geistes, der in dem angefochtenen Abraham Gehorsam wirkte, konnte er diesen schweren Weg gehen. Von Hader oder Empörung, von Ausbrüchen der Verzweiflung hören wir keinen Ton. Abrahams Glaube war im sofortigen Gehorsam zur Reife gekommen. (Lies Jes.48,10; Jak.1,2-3.12.) Dann sprach der Engel zum zweiten Mal: "Weil du solches getan und deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, will ich dich ewiglich segnen und deinen Samen mächtig machen wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. In deinem Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast." Gehorsam ist die Voraussetzung, dass Gott uns segnen kann und wir ein Segen sein können. Unser himmlischer Vater steht uns unmittelbar zur Seite, wenn wir bereit sind, seinem Wort mit aller Konsequenz zu gehorchen und nach seinem Wort zu leben. "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein."

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Dienstag,18.Juli 1.Samuel 15,1-8.22.23; Jakobus 1,22.

Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer

"Samuel sprach zu Saul... So höre nun auf die Worte des Herrn. So spricht der Herr: Zieh hin und schlage Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was er hat, verschone sie nicht." Nach manchem Versagen bekam Saul, der erste König von Israel, einen erneuten Auftrag Gottes durch Samuel. Er sollte in den Krieg ziehen gegen Amalek, das sich dem Volk Israel nach seinem Auszug aus Ägypten in den Weg gestellt hatte (2.Mose 17,8-16). Dieser göttliche Befehl war für Saul zugleich eine Gelegenheit, in der Öffentlichkeit zu beweisen, dass Gottes Wort für ihn Richtschnur war. "Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila an bis Schur, das vor Ägypten liegt." Nur einen Satz verwendet der Bericht auf den Kampf und seinen Ausgang. Saul gehorchte dem Befehl des Herrn, und Gott war mit ihm und gab den Sieg. Bis zu diesem Punkt des Geschehens verlief alles nach Gottes Plan. (Vgl.2.Sam.22,38-41; Jos.8,22; 10,10.11.42.) Wenn wir gehorchen, macht der Herr Berge zu Wegen. Er führt durch Gefahren und überwindet den übermächtigen Feind. Das sind normale Erfahrungen auf dem Weg des Gehorsams. (Lies 5.Mose 28,1.2.7; 3.Mose 26,3.7; 1.Sam.7,3.4.7-11.) Doch dann fährt der Bericht mit einer Abweichung fort. "Und Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Kleinvieh... und sie wollten sie nicht verbannen." Hatten sie etwa gedacht: Was schadet es, wenn von Tausenden einer am Leben bleibt? Was schadet es, wenn ein Teil des Viehs verschont wird? Im Großen und Ganzen war doch Gehorsam geleistet. Das war das Schmerzliche im Leben Sauls: Er beschritt den göttlichen Weg und ging ihn bis zu einem gewissen Punkt, scherte aber dann aus. Die Abweichung war unscheinbar, doch in Gottes Augen ist ein halber Gehorsam kein Gehorsam, sondern Ungehorsam. (Lies 5.Mose 5,29; Ps.81,11-14; 86,11; Jes.50,5.)

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Mittwoch,19.Juli 1.Samuel 15,7-9; Römer 6,12-14.

"Vollstrecke den Bann an ihm und allem, was er hat... Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein- und Rindvieh." Was verleitete Saul, Agag am Leben zu lassen? Wollte er an dem königlichen Gefangenen seinen Triumph zeigen? Oder wollte er klug handeln, großmütig und barmherziger als Gott sein? Wir wissen nicht um die Beweggründe seines Herzens. Aus einer Zwangslage heraus handelte er jedenfalls nicht. Es wird ausdrücklich festgestellt: "Er und das Volk wollten sie nicht verbannen." Seine Eigenmächtigkeit ließ sich nicht verbergen, und so kam es ans Licht, dass Sauls Herz nicht bereit war, nach dem Auftrag Gottes zu handeln. Dass er als König auch das Volk in den Ungehorsam gegen Gottes Gebot hineinzog, war verhängnisvoll. "Saul und das Volk verschonten..." (Vgl.1.Kön.20,21-34.42.43; 5.Mose 7,2.) Wenn wir die Brücke zu uns schlagen, könnte es nicht auch auf uns zutreffen, dass wir als Nachfolger Jesubis zu einem gewissen Punkt gehorchen? Aber sobald es um das Letzte geht, verweigern wir uns. Vielleicht sind wir bereit, Großes zu opfern, was uns aber nicht ans Herz gewachsen ist, zum Beispiel Geld oder Zeit zu bestimmten Anlässen. Geben wir aber unsere Selbstbestimmung, unseren Lebensplan, unsere Gewohnheiten auf? "Schone nicht!" hieß es für Saul. Was verschonen wir gegenüber Gott? Lassen wir in einem Bereich unseres Lebens die Feinde Gottes wirken, über die Gott das Gerichtsurteil gesprochen hat? Dürfen wir schonen, was den Herrn Jesus ans Kreuz gebracht hat? Am Schonen oder Nichtschonen wird unsere Herzensstellung zu Jesus offenbar. Paulus schreibt: "Tötet die Begierden, denen etwa eure leiblichen Glieder noch als Werkzeuge dienen könnten: Begehrlichkeit und Habsucht, welche in Gottes Augen gleichbedeutend ist mit Götzendienst." (Lies Kol.3,5-10; Röm.8,12.13.)

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Donnerstag,20.Juli 1.Samuel 15,19-23; Psalm 119,165.

"Warum hast du der Stimme des Herrn nicht gehorcht?" Saul war gesalbt, gesandt, mit der Siegesverheißung beschenkt, aber er strauchelte am Gehorsam. Durch Gehorchen hängen wir uns an den Sieger, durch Nichtgehorchen lösen wir uns von ihm. Nichtgehorchen bedeutet das Ende der Nachfolge. Gehorsamsverweigerung führt zur Trennung. Dazu schreibt Walter Lüthi: "Dass man bei der Betrachtung dieser Abschnitte aus dem Leben Sauls nicht unbeteiligter Zuschauer ist, merken wir wohl. Wir sind jetzt vor die Frage gestellt, wie es um unseren Gehorsam bestellt ist. Es ist konkret schwierig zu sagen, wo das Problem des Gehorchens bei dem Einzelnen persönlich brennt. Das ist gewiss, dass im Leben eines jeden Christen Brennpunkte des Gehorsams vorhanden sind. Sie müssen gar nicht zahlreich sein. Vielleicht sind es nur drei oder vier, manchmal sogar nur einer. Wahrscheinlich ist, dass das Gehorchen bei vielen von uns das liebe Geld betrifft. Oder die eigene Lust. 'Niemand kann zwei Herren dienen. Er wird dem einen sein Herz verweigern und es dem anderen schenken, er wird sich um den einen bemühen und den anderen vernachlässigen. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geist des Geldes zugleich.' 'Gott hat uns nicht dazu berufen, ein unheiliges, sondern ein heiliges Leben zu führen.'" (Lies 1.Thess.4,1-3; 1.Joh.2,6.7; 1.Petr.1,14.15.17.) Gott will Gehorsam. Es war der Däne Sören Kierkegaard, der vor hundert Jahren seine Stimme erhob und leidenschaftlich das Christentum anklagte: "Gehorsam unter Vorbehalt ist Abschaffung des Christentums. Wie viele Bewunderer hat Christus doch und wie wenige Nachfolger!" (Lies 1.Joh.5,3; 5.Mose 10,12.13; Jos.11,15; 1.Mose 6,22.)

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Freitag,21.Juli 1.Samuel 15,22.23; Prediger 4,17.

"Samuel sprach zu Saul: Meinst du, dass der Herr Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des Herrn? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern." Samuels Frage nach der Meinung Sauls greift tiefer als die gewöhnliche Frage nach dem Grund: "Warum hast du nicht gehorcht?" Nicht was wir gut befinden, ist gut, denn uns geht es oft um unsere kurzsichtigen Pläne, um unsere Wünsche, um die Ansichten unserer Umgebung, nicht darum, woran Gott Gefallen hat. Gottes Wohlgefallen ruht auf einem Leben des Gehorsams, wie es uns Jesus, der Menschensohn, vorgelebt hat und das er in uns leben will. "Der mich gesandt hat, ist mit mir. Er lässt mich nicht allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefällt." "Eine solche Gesinnung lebe in euch, wie Christus Jesus, unser Herr, sie hatte" (Joh.8,29; lies Phil.2,5-11). Die Frage nach Gottes Wohlgefallen erwächst aus der liebenden Beziehung zwischen Gott und uns. "Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern." "Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott" (Ps.40,9; 143,10). In Sprüche 8 lesen wir von der Weisheit: "Meine Lust, mein Wohlgefallen, war bei den Menschenkindern. So hört nun auf mich: Wohl denen, die meine Wege einhalten. Höret die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den Wind. Glückselig der Mensch, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich... Wer mich findet - wer auf mich hört -, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom Herrn" (Spr.8,31-36). David sagte seinem Sohn Salomo, der von Gott erwählt war: "Erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit ganzer Seele!" (1.Chron.29,9; vgl.5.Mose 30,15-20).

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Samstag,22.Juli 1.Samuel 15,22.23; Hosea 6,6.

"Siehe, Gehorchen ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern." Saul wollte den Gehorsam mit einem Opfer abgelten, so hatte er es Samuel gegenüber geäußert: "Das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie zu opfern dem Herrn, deinem Gott." Die Antwort Samuels nahm ihm alle Hüllen, mit denen Saul seinen Ungehorsam zudecken wollte. Opfer, die in der Gesinnung des Ungehorsams dargebracht werden, können nicht Gottes Wohlgefallen finden. (Lies Ps.50,7-10.14.) Auch wir kennen solche Opfer, die den Gehorsam ersetzen sollen. Wie sehen sie bei uns aus? Legen wir vielleicht lieber einen größeren Geldschein in die Opferbüchse, als dass wir dem Wort Gottes gehorsam werden, das von uns die Versöhnung mit unserem Nächsten verlangt? Oder decken wir damit eine Veruntreuung zu, anstatt sie an der rechten Stelle zu bekennen und in Ordnung zu bringen? Opfern ist kein Ersatz für verweigerten Gehorsam. Vielleicht bringen wir ein gewisses Opfer an Zeit, an Geld oder Kraft als Ersatz dafür, dass wir unser Leben nach unseren eigenen Plänen gestalten und nicht dem Herrn zu Verfügung stellen wollen. Ein Opfer, das einen Gehorsamsschritt umgeht, kann Gottes Wohlgefallen nicht finden. "Gehorchen ist besser!" Eine Aufgabe, die wir im Gehorsam erfüllen, eine Sünde, die wir besiegen, eine Versuchung, die wir überwinden, ist Gott lieber als die kostbarsten Opfer, die wir zu bringen bereit sind. (Lies Jes.1,11-17.) Gott hat uns "zum Gehorsam erwählt", zum Gehorsam berufen: In Christus hat er uns ein ganz neues Leben ermöglicht. Je nach Veranlagung und Erziehung fällt es dem einen schwerer und dem anderen leichter, im Gehorsam zu leben. Vielleicht bedarf es vieler kleiner Schritte, dass wir "zu Kindern des Gehorsams" werden. Immer wieder dürfen wir Gott bitten: "Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen, gehorsamen Geist rüste mich aus."

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EINE STÄDTETOUR DURCH DIE APOSTELGESCHICHTE

Sonntag,23.Juli Apostelgeschichte 12,1-17; Johannes 15,18-20.

Petrus erfüllte seinen Auftrag in Jerusalem. Das Evangelium lief auch außerhalb der Grenzen Israels. Aber mit Herodes Agrippa I., der König geworden war, hatte eine andere Zeit begonnen. "Um diese Zeit legte König Herodes die Hände an etliche von der Gemeinde, sie zu misshandeln. Er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. Und als er sah, dass dies den Juden gefiel, nahm er auch noch Petrus gefangen." "Ihr werdet verfolgt werden um meines Namens willen", hatte Jesus seinen Jüngern gesagt. Das schreckte sie nicht von der Nachfolge und dem Bekenntnis zu ihm ab. Es gab eine Zeit, da waren die Gläubigen "beim ganzen Volk geachtet" (Apg.2,47). Dann aber erlebten sie, wie Welle auf Welle die kleine Christenschar wegzuspülen drohte. Zuerst waren es die liberalen geistlichen Führer, die es für unmöglich hielten, dass die Apostel von der Auferstehung Jesu sprachen (Apg.4 und 5). Dann waren es die fanatischen Pharisäer, die sich durch Stephanus angegriffen fühlten. Saulus von Tarsus übernahm die Führung. Wir wissen, welch eine Wendung sein Leben genommen hat. (Lies Apg.9,31.) Nun kam eine dritte Verfolgungswelle. König Herodes Agrippa meinte wohl, politisch klug zu handeln, wenn er den Juden zuliebe führende Apostel dem Schwert überlieferte. - Es ist ein Unterschied, ob die Verhältnisse, in denen wir leben, den einzelnen Christen und der Gemeinde Jesu Anerkennung gewährt oder ob sie bekämpft und behindert wird. Wir wissen nicht, wann solche Zeiten verstärkt auch über uns hereinbrechen. Viele Christen kennen sie schon - in fernen Ländern und in unserem Land. Nachfolge im Leiden war später ein Thema in den Briefen des Petrus an die zerstreuten Christen. Er wusste, dass Leiden eine Anfechtung sind, deshalb suchte er die Glaubenden in seinen Briefen zu stärken. Gott gibt Gnade im Leiden! (Lies 1.Petr.5,8-11; 2,19-21; 3,14.15; 4,12-14.)

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Montag,24.Juli Apostelgeschichte 12,1-4; Johannes 13,7.

"König Herodes ließ einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern. Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet... er ließ Petrus gefangen nehmen. Man warf ihn ins Gefängnis." Es bleibt ein für uns Menschen ungelöstes Rätsel, warum Gott seine Leute so verschieden führt. Jakobus wird durch die Henker des Herodes enthauptet, ohne dass Gott ihn bewahrt. Petrus, dem das gleiche Geschehen drohte, wird gerettet. Warum diese verschiedenen Lebenswege? Die Ewigkeit wird dieses Geheimnis der unterschiedlichen Lebensführung der Seinen lösen, und wir werden Gott preisen, dass er keinen Fehler machte. (Lies 5.Mose 32,3.4; Ps.18,31.32; 145,17.) Es wäre freilich verkehrt, Jakobus zu bedauern. Zu gewiss war den Aposteln seit Pfingsten die lebendige Hoffnung, nach dem Tod mit ihrem Meister vereint zu sein. "Sterben ist mein Gewinn" - dieses Wort, das Paulus später den Philippern schrieb, drückt die Gesinnung und Gewissheit der Apostel aus. Ihr Herr hatte ihnen deutlich genug gesagt, dass sie ihm in den Tod folgen sollten - ohne Angst. (Lies Matth.10,18-22.39; Joh.16,33; 1.Petr.1,3-9.) Elisabeth Elliot berichtet über Corrie ten Boom: "Corrie war eine Frau mit starkem Glauben und einem strahlenden Gesicht. Warum? Nicht, weil sie nicht gelitten hätte, sondern gerade weil sie ins Leid gekommen und ihm mit Gottvertrauen begegnet war. Als sie die Tiefe menschlicher Hilflosigkeit und Schwäche erleben musste, wandte sie sich an ihre 'feste Burg'. Und Gott stand zu seinen Verheißungen. Das Bild, das mir von Corrie vor Augen steht und mir am meisten Mut macht, stammt aus ihrer Zeit in der Einzelzelle. Sie stand am Morgen auf und sang so laut, dass andere Gefangene es hören konnten: 'Steh auf, steh auf für Jesus!' 'O das hätte ich nie überlebt!' mögen wir sagen. Nun, Gott hat uns auch nicht in diese Situation geführt. Pascal betete: Du bist unser souveräner Herr und Meister. Tu mit mir, was du willst!"

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Dienstag,25.Juli Apostelgeschichte 12,1-4; 2.Timotheus 3,12.

Petrus war über die Tage des Passafestes im Gefängnis. Dachte er an die Zeit mit Jesus, als er zu ihm sagte: "Und wenn ich mit dir sterben sollte!"? (Matth.26,35). Lag sein Leben nun hinter ihm? "Führen, wohin du nicht willst" - hatte Jesus zu ihm gesagt (Joh.21,18). Gab es noch Hoffnung für ihn? Er war zwischen zwei Soldaten angekettet, die Tür wurde von Soldaten bewacht, die sich ablösten. An einen Fluchtversuch war nicht zu denken. Den Mächtigen seiner Zeit hatte Jesaja im Auftrag Gottes zu sagen: "Schmiedet einen Plan, er geht in die Brüche! Beredet die Sache, sie wird nicht zustande kommen. Denn hier ist Immanuel - Gott mit uns!" (Jes.8,10). Bei ihrer letzten Begegnung auf dem Berg in Galiläa sagte der Auferstandene seinen Jüngern: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden."Jesus hat zur Rechten des Vaters seinen Platz eingenommen. Dort "regiert er bis in alle Ewigkeit" (Jes.9,6) und lässt sich seine Pläne nicht von gottlosen Menschen vorschreiben. Jakobus wurde enthauptet. Jesus hatte mit ihm und Johannes über den Märtyrertod gesprochen: "Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke" (Mark.10,35.38.39). Vermutlich hat die Gemeinde auch für seine Errettung gebetet, aber er war nun der Erste von den Zwölfen, der seinen Glauben mit dem Tod besiegelte. Mit Petrus hatte der Herr einen anderen Plan. Jesus beauftragte ihn: "Weide meine Schafe" (Joh.21,15-17). Nun plante Herodes, Petrus zu töten. "Die Gemeinde aber betete ohne Aufhören für ihn zu Gott." Sie beteten, auch wenn Gott ihre Gebete um Jakobus nicht mit seiner Freilassung beantwortet hatte. Sie vertrauten ihm dennoch und kämpften mit der einzigen Waffe, die sie in dieser Stunde hatten, mit der Waffe des Gebets. "Bei Gott ist kein Ding unmöglich!" Solche Worte der Bibel belächelt der Unglaube, für uns sind sie Bevollmächtigung zum Gebet! (Lies Phil.4,6.7; 1.Petr.5,7; Ps.62,9.)

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Mittwoch,26.Juli Apostelgeschichte 12,4.5; Markus 11,24.

Sechzehn römische Soldaten hielten Wache bei Petrus. Das zeigt, wie wichtig dem König dieser Gefangene war, und zugleich auch, in welch aussichtsloser Lage sich der Apostel befand. Doch schon der nächste Satz ist voller Verheißung. "Die Gemeinde setzte die Abwehrwaffe des Glaubens ein. 'Aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.' Verstehen wir den Inhalt dieses kurzen Satzes? Nun war es nicht mehr das verhältnismäßig harmlose Haftlokal der jüdischen Tempelpolizei, das Petrus schon kannte. Hier halfen keine Sympathien im Volk, auf die der Hohe Rat Rücksicht nehmen musste. Hilflos ist der führende Sprecher der Gemeinde der Willkür der Tyrannen ausgeliefert. Was kann die Gemeinde tun? Das Gefängnis war gut und fest bewacht. Sie wussten: Nur Einer hat die Macht über Mauern und auch über den Trotz eines Tyrannen. (Lies Ps.28,8; 46,2; 60,13; Jes.45,2; Hebr.13,6.) Diesen Einen kannten die Glaubenden in Jerusalem. Und sie vertrauten seinen Verheißungen. Sie waren zum Leiden bereit - an Jakobus hat es sich erwiesen. Aber sie wussten auch um die Macht des Gebets. Und sie beteten. Sie beteten gemeinsam, sie beteten anhaltend, ohne Aufhören. Es war nicht nur ein halbgläubiges Seufzen: 'Ach, Herr, hilf ihm' - es war ein geistliches Ringen und Kämpfen. Sie wussten, Gott will unser Gebet. Und so 'beteten sie ohne Aufhören'. Kennen wir das noch? Gibt es auch bei uns so etwas, wo viele sich ihre so kostbar geachtete Zeit nehmen, um zusammen im Glauben Gott anzurufen? Durch die gewaltige Abwehrwaffe des Gebets haben sich schon oft persönliche Schicksale gewendet, oder Gott hat in die Geschichte eingegriffen" (H.Brandenburg). Wenn wir unserem Herrn die Nöte unseres persönlichen Lebens und seiner weltweiten Gemeinde bringen, werden wir erfahren, dass wir einen lebendigen Herrn haben, der noch heute den Namen trägt: "Hörer des Gebets!" (Ps.65,3; lies Luk.18,1; Eph.6,18).

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Donnerstag,27.Juli Apostelgeschichte 12,6-10; Hebräer 1,14.

Das Wunder geschah! Es war die letzte Nacht vor der geplanten Verurteilung und der zu erwartenden Hinrichtung. "In derselben Nacht schlief Petrus." Das war nicht selbstverständlich für einen Mann, der den Tod vor Augen hatte. Aber Petrus wusste sich - auch zwischen zwei bewaffneten Soldaten und in Ketten von Eisen - geborgen in der Hand dessen, dem sein Leben gehörte und für den er auch zu sterben bereit war. "Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir." "Wenn ich mich fürchte, so hoffe ich auf dich! ... Dieses weiß ich, dass Gott für mich ist", so hatte einst David gebetet, ob es auch das Gebet des Petrus war? (Lies Ps.4,2.4.9; 56,1-14.) Gott hatte mit Petrus noch etwas vor, deshalb ließ er etwas Außerordentliches geschehen. Ein Engel betrat das Gefängnis, und niemand verwehrte es ihm. Es steht nicht da, dass die Wächter ihre Pflichten versäumt hätten. Nein, "die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis". Verhüllte Gott ihre Augen und betäubte ihre Ohren? Erklärbar ist es nicht, was in diesem Augenblick geschah. (Vgl.Apg.5,19-23.) Aus dem Lied Paul Gerhardts "Befiehl du deine Wege..." sollten wir uns die Zeile besonders einprägen: "An Mitteln fehlt's ihm nicht!" In welch einer Situation wir uns auch befinden mögen, unserem im Himmel thronenden Herrn fehlt es nie an Mitteln. "Er kann schaffen, was er will!" Darum: "Die ihr den Herrn fürchtet, hoffet auf den Herrn!" (Ps.115,2.3.11.12a). Im Gefängnis in Jerusalem tat Gott, was er in Psalm 91 verheißen hat: "Er hat seinen Engeln befohlen..." Als der Engel in die Gefängniszelle trat, fielen die Ketten, die Eisentüren waren kein Hindernis mehr. Petrus selbst erschien alles wie ein Traum. Die Bibel nennt die Engel, die für uns nicht wahrnehmbar sind, "dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst derer, die das Heil erben sollen". Das hat Petrus erlebt. (Lies Ps.39,8; vgl.2.Kön.6,14-17; Jes.37,36; 63,9.)

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Freitag,28.Juli Apostelgeschichte 12,7-11; Psalm 142,8.

Das Befreiungswunder, das Petrus erlebte, begann damit: "Siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum." Von all dem, was geschah, wusste Petrus nicht, ob es Wirklichkeit war oder ein Traum. Doch als er schließlich allein in der Stille der Nacht auf der Straße außerhalb der Stadt stand, erkannte er: "Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete." (Lies Ps.126,1-3; 91,11-14.) Wir wollen uns die Einzelheiten ansehen, die zu der Befreiung des Petrus führten. Ein Engel kam herein! Gottes Engel haben überall Zutritt. König Nebukadnezar lobte Gott, "der seinen Engel gesandt hat und seine Knechte gerettet hat, die ihm vertrauten". Daniel sagte König Darius: "Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten" (Dan.3,28; 6,22.23). Der englische Prediger F.B.Meyer schreibt: "Wo du auch sein magst, sind die Augen Gottes in Liebe auf dich gerichtet. Seine ausgesandten Engel finden ihren Weg zu dir. Jeden Augenblick würdest du sie erblicken, wenn Gott deine Augen dazu öffnen würde" (Apg.18,9.10; 27,23.24). Mit dem Eintritt des Engels hatte die Finsternis keine Macht mehr über Petrus, und "die Ketten fielen von seinen Händen". Unter Aufbietung aller Macht hätte Petrus sich nicht selbst befreien können. Gott tat das Befreiungswunder. - Es gibt auch andere Ketten, unter denen wir in unserem Leben leiden. Jesus hat Macht, uns von Ketten zu befreien - von den Ketten unseres alten Menschen, den Ketten einer Gewöhnung oder einer Sucht. "Deine Gefangenen sollen dem Starken weggenommen werden, und der Raub soll dem Gewaltigen entrissen werden. Ich selbst will helfen" (Jes.49,24.25; vgl.Sach.9,11; Luk.4,18-21; Joh.8,36). Petrus wurde herausgeführt. Welche Ermutigung, wenn wir keinen Weg sehen! (Lies Joh.8,12; Micha 2,13.)

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Samstag,29.Juli Apostelgeschichte 12,12-17; 4,23.

"Als Petrus sich besonnen hatte, ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und beteten." Dort erlebte er eine Überraschung. Die Beterschar, die Tag und Nacht um seine Befreiung gebetet hatte, so unmöglich sie auch schien, konnte das Wunder seiner Errettung nicht glauben. Gibt es denn so etwas? Die Beter im Haus der Maria hatten sich unter dem Schock der entsetzlichen Nachrichten zum Gebet zusammengeschlossen. Sie wandten sich bei Gott an die richtige Adresse. Als nun die Erhörung kam, konnten sie es nicht glauben. Wahrscheinlich hatten sie es sich anders vorgestellt. Als die Magd Rhode die unerwartete Nachricht brachte, dass Petrus vor der Tür stehe, sagten sie: "Du bist von Sinnen! ...Es ist sein Engel." Jesus hatte seinen Jüngern einmal zugerufen: "Ihr Kleingläubigen!" Nun erlebte Petrus das Gleiche in der Gemeinde. So kann es auch uns gehen. Wir wollen uns durch diese Wundergeschichte ermutigen lassen, uns neu auf Jesu Verheißungen zu stützen und mit ihrer Erfüllung zu rechnen: "Auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen. Daher frohlockt mein Herz!" (Lies Jer.33,2.3.) Abraham hatte einen erwartungsvollen Glauben: "Er wurde nicht schwach im Glauben... Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: was Gott verheißen hat, das kann er auch tun." Schwester Berta Kempf sagte einmal im Schwesternkreis: "Gebet ohne glaubensvolle Erwartung ist wie ein Messer mit einer stumpfen Klinge." "Glauben heißt: in zuversichtlichem Vertrauen das vorausnehmen, was man hofft, fest überzeugt sein von dem, was man noch nicht sieht." Unser Gott "kann überschwenglich mehr tun, als wir erbitten oder auch nur erdenken können" (Hebr.11,1.6; Eph.3,20.21; lies Phil.4,19; Hebr.7,25).

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Sonntag,30.Juli Apostelgeschichte 12,16.17; Psalm 66,16.

Glaube und Gehorsam erleben wir bei Petrus nach seiner Freilassung. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wie gespannt die Glaubenden dem Bericht des Petrus zuhörten. Trotz ihres Kleinglaubens hatte ihr himmlischer Herr ihre Gebete erhört. Was sollte nun weiter geschehen? Konnte Petrus nicht in Jerusalem bleiben? Jesus hatte doch deutlich bewiesen, dass er ihn schützen konnte und schützen wollte. Vielleicht sagten manche der Versammelten: Hat Jesus seinen Engel zu deiner Rettung gesandt, so werden seine himmlischen Heerscharen dich auch vor einem neuen Zugriff des Herodes bewahren. - Schmal ist die Grenze zwischen Glauben und Schwärmerei. Dass Gott Außergewöhnliches tun kann, hatte er soeben bewiesen. Und dennoch erwartete er von den Seinen ein nüchternes und überlegtes Handeln. Nicht Glaube, sondern Übermut wäre es gewesen, wenn Petrus sich über alles hinweggesetzt hätte, was er von den Plänen des Herodes wusste. "Seid nüchtern, seid wach, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge" (1.Petr.5,8). Wir können viel von der Nüchternheit des Petrus lernen, der Jerusalem verließ, um sich an einem unbekannten Ort zu verbergen. Glauben und vernünftiges Handeln widersprechen sich nicht. Unter der Leitung des Geistes Jesu Christi lernen wir beides: im Gehorsam auf Gottes Wegen zu gehen und gleichzeitig in scheinbar aussichtslosen Situationen dem allmächtigen Gott unser vorbehaltloses Vertrauen zu schenken. (Lies Ps.25,2.3a; 31,20; Spr.29,25.) Auf diesem Gebiet haben wir wohl immer zu lernen. Gottes Wort will uns helfen, in solchen Auseinandersetzungen das Rechte zu tun. Der Psalmist betete: "Schenke mir Urteilskraft und Verständnis... schenke mir Einsicht, die ich brauche, denn ich vertraue deinem Wort" (Ps.119,66.73; vgl.Joh.11,53.54; Apg.9,25-30).

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Montag,31.Juli Apostelgeschichte 12,20-23; Psalm 37,32-34.

Am Anfang unseres Kapitels stand König Agrippa I. auf der Höhe seiner Macht, am Schluss wird uns sein Ende berichet. "Er zog von Judäa nach Cäsarea hinab und blieb dort eine Zeit lang... An einem bestimmten Tag legte Herodes das königliche Kleid an, setzte sich auf den Thron und hielt eine Rede an das Volk. Die Menge aber rief ihm zu: Das ist Gottes Stimme und nicht die eines Menschen! Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab." Zum zweiten Mal erleben wir das Wirken der Engel. Ein Engel rettete Petrus vor dem Urteil des Herodes, ein Engel vollzieht das Urteil an Herodes. Noch einmal sehen wir: Gott bestimmt über Leben und Tod, wenn es vorher oft auch anders aussieht. "Die Rechte des Herrn behält den Sieg!" (Lies Ps.2,1-4; 37,12-15; 118,16.17.) Auch Petrus wurde einmal für anbetungswürdig gehalten. Kornelius fiel vor ihm nieder. Sofort wehrte Petrus ab: Mir keine Ehre, keine Anbetung, "stehe auf, ich bin auch nur ein Mensch" (Apg.10,25.26; vgl.Joh.5,40-44; 7,18; 12,43). Das schreckliche Ende des Mannes, der alle Macht hatte und sie gegen die Christen einsetzte, erinnert an die Worte Asafs in Psalm 73,7ff: "Sie bilden sich sehr viel ein. Sie reden höhnisch und boshaft, drohen mit höherer Gewalt... Ihre Worte haben Geltung auf Erden. Darum wendet sich ihnen das Volk zu... Ich sann nach, um dies zu begreifen, aber es schien mir vergebliche Mühe, bis ich hineinging ins Heiligtum und auf ihr Ende merkte." "Die Füße seiner Frommen bewahrt der Herr, aber die Gottlosen verstummen in der Finsternis, denn nicht durch Stärke hat der Mensch die Oberhand." "Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten." (Lies Ps.1,6; Gal.6,7.8; vgl.Dan.5,18-30.)

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